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Karl Himsl 

vulgo Jungeler’s Karl

Obersanitätsmeister des Österreichischen Roten Kreuzes 

 Rettung Innsbruck

* 23. 2. 1920 –   + 12. 9. 2008

Karl wurde als Bauernbub in Barwies geboren.

Sein Leben war geprägt von Pflichterfüllung, Arbeit und Fürsorge um seine Familie. In der Jugend erlebte er eine wirtschaftlich schwere Zeit mit Arbeits- und Perspektivlosigkeit, bis der Anschluss für Österreich Hoffnung auf Besserung versprach. Mit dem bald folgenden Kriegsausbruch und seiner Einberufung an die Front fand diese seine Hoffnung  aber ein bitteres und schmerzliches Ende. Karl wurde  Sanitäter und war an der Front, bis ihn eine schwere Verwundung für lange Zeit ins Lazarett verbannte.

In der Zeit der Genesung im letzten Kriegsjahr lernte er seine Frau Hilde kennen und lieben. Als das erste Kind unterwegs war wurde geheiratet und nach dem Kriegsende etablierte sich die neue Familie in Innsbruck, wo er bei der Innsbrucker Rettung seine Berufung fand.

In den nächsten dreieinhalb Jahrzehnten leistete er vielen Menschen professionelle Erste Hilfe und  stand  daneben in der Freizeit auch stets seinen Eltern in der heimatlichen Landwirtschaft in Krebsbach bei. Mitten in dieser arbeitsreichen Zeit traf die inzwischen fünfköpfige Familie ein herber Schicksalsschlag:

Sohn Karl verunglückte am Heiligen Abend 1969 tödlich.

Im Jahr 1980 ging Karl als Obersanitätsmeister des Roten Kreuzes Innsbruck in den verdienten Ruhestand und übersiedelte mit seiner Frau Hilde von Innsbruck an seinen Geburtsort zurück, wo er dann als Landwirt die elterliche Baurschaft solange weiterführte, bis er sie in jüngere Hände übergab.

Er schied im Einklang mit Gott, sich und der Welt und zufrieden mit dem Erreichten in seinem eigenen Bett im Kreise seiner geliebten Familie aus seinem erfüllten Leben.