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Der
Ausländerwahlkampf - ein polarisierendes Thema
Der Wahlkampf 2008 wird AUCH ein Ausländerwahlkampf. In
zweifacher Hinsicht. Einerseits werden ALLE Parteien versuchen
das Stimmenpotential der Neoösterreicher für sich zu gewinnen.
Andrerseits werden die "Ausländer" auch
Wahlkampfthema sein.
a)
Werben um die "Ausländerstimmen"
In
Österreichleben viele Menschen mit Migrationshintergrund aber
auch wahlberechtigte Unionsbürger. Natürlich werben die
Wahlwerber auch um ihre Stimmen. Wie tun sie das?
b)
Werben um die Stimmen der "Ausländerfreunde" oder
"Inländerfreunde"
Ausländerfeindlichkeit
ist ein umstrittenes Thema und im Wahlkampf eine der großen
Herausforderungen. Der "Ausländer" bietet eine große
Projektionsfläche für die verschiedensten Gefühle und
Stimmungen und wird so vor allem von rechten Parteien und der
Neuen Rechten populistisch instrumentalisiert.
Einleitung
Schon
in den vergangenen Jahrzehnten war Österreich geprägt von
"Ausländerwahlkämpfen" udn Volksbegehren gegen
"Ausländer". Ein solches führte im Jahr 1993
zur ersten Spaltung der FPÖ. Die Nationalratsabgeordnete Dr.
Heide Schmidt und vier weitere FPÖ abgeordnete bildeten das
Liberale forum, das sich aber nur zwei Legislaturperioden im
Parlament halten konnte, während die FPÖ unter Haiders
Anti-Ausländerkurs massiv anwuchs und 1999 sogar zweite Kraft
im Lande wurde und mit der drittplazierten ÖVP eine Koalition
bildete. Seit der Spaltung der FPÖ in das "Haider-BZÖ"
und die "Strache-FPÖ" im April 2005, als
wieder während einer Legislaturperiode und diesmal sogar mit
der FPÖ als kleinen Regierungspartner hat der
"Ausländerwahlkampf" in Österreich aber eine neue
Dimension erreicht. Denn nun rivalisieren sowohl die ÖVP
mit ihren jeweiligen Innenministern, als auch die FPÖ
und das BZÖ um die Stimmen der
"Ausländer"-Gegner. Durch den Wechsel an der Spitze
der SPÖ von Noch-Kanzler Dr. Alfred Gusenbauer zum designierten
SPÖ-Obmann und Spitzenkandidaten Infrastrukturminister
Werner Faymann, bietet die SPÖ nun auch auf diesem Gebiet
eine gewisse Angriffsfläche: Faymann wird schon zu Beginn des
12-wöchigen Wahlkampfes von den populistischen "Ausländer-Bekämpfern"
vorgeworfen, in seiner Zeit als Wiener Wohnungsstadtrat den
"Gemeindebau den Ausländern" geöffnet zu haben. So
meint ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon:
"Faymanns Saat geht auf"
Gewaltproblem ist Ergebnis der linken
Integrationspolitik
ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon betonte zum
Bericht in der Tageszeitung "Die Presse", dass
die Saat Werner Faymanns aufgeht. Dieser zufolge wird
Gewalt unter ausländischen Jugendlichen in Wien zu einem
immer größeren Problem. Der Anteil von inhaftierten
jugendlichen Gewalttätern mit Migrationshintergrund beträgt
50 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Jahre langen linken
Integrationspolitik der Stadt Wien. ..." [Mehr] |
In der 11. Vorwahlwoche kommt es
zu einem Zwischenfall an der "Grenze" zwischen Kärnten
und der Steiermark: die neue ÖVP-Innenministerin Maria Fekter
stoppt eine "Abschiebung" krimineller Asylwerber von
Kärnten, die Landeshauptmann Jörg Haider via Bus nach
Traiskirchen zurückschicken wollte. Dieses "Ping-Pong mit
Asylwerbern" (Tiroler Tageszeitung, 24. 7.2008)
wird in der Folge zum schlagzeilenträchtigen Wahlkampfthema, das
beide politischen Kontrahenten im Politiker-Ranking
der Media-Watch in der 10. Vorwahlwoche auf die Plätze 2
(Haider) und 4 (Fekter) bringt. Neben dem "Fall
Arigona Zogay" soll das nun das zweite prominente
Asylwerber-Thema werden, während die Asylansuchen in Österreich
deutlich zurückgegangen sind.
Wie
sind nun die Positionen der Parteien zu den verschiedenen "Ausländer"-Themen:
| Partei |
Ausländer |
"Asylanten" |
Integration |
Arigona Zogay |
| ÖVP |
ausländische Jugendgewalt als Produkt
linker Integrationspolitik |
Stoppt Haiders "Asylwerber"-Transport
an der "Grenze" ("Fekter gegen
Haider"), "Rambomethode", Verdacht auf
Nötigung, |
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Fekter lehnt Faymanns Schritt als
"verantwortungslos" ab. |
| FPÖ |
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| BZÖ |
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Haider schiebt straffällig gewordene
Asylwerber nach Traiskirchen ab, auch Kinder. Haider wirft
Fekter für den Stopp "Amtsmissbrauch" vor.
Empört sich, weil die Ministerin "Zum Schutz von
gewaltbereiten Asylanten die Polizei" einsetze. |
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| LiF |
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| SPÖ |
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Faymann spricht sich für ein Bleiberecht
der integrierten 18-Jährigen aus. "Faymann stellt
sich hinter Arigona" |
| Grüne |
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| KPÖ |
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| Fritz |
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