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ratswahl 2008

Block 1

 

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Die letzte Wahl (2006)

Die Wahlergebnisse vom 24. November 2002 und 1. Oktober 2006 nach dem Auszählen der Briefwahlstimmen im Vergleich mit 1999:

 

2006

2002

1999

Partei

Stimmen

%

Mand.

Stimmen

%

Mand.

Stimmen

%

Mand.

SPÖ

1.663.986

35,34

68

1.792.499

36,51

69

1,532.448

33,2

65

ÖVP

1.616.493

34,33

66

2.076.831

42,30

79

1,243.672

26,9

52

Grüne

520.130

11,05

21

465.021

9,47

17

342.260

7,4

14

FPÖ

519.598

11,04

21

491.328

10,01

18

1,244.087

26,9

52

BZÖ

193.539

4,11

7

 

 

 

 

 

 

LIF

 

 

 

48.085

0,98

 

168.612

3,7

 

KPÖ

47.578

1,01

 

27.567

0,56

 

22.016

0,5

 

MATIN

131.688

2,80

 

 

 

 

 

 

 

Demokraten

 

 

 

2.439

0,05

 

 

 

 

DU-Lugner

 

 

 

 

 

 

46.943

1

-

andere

15.269

0,33

 

5.915

10,12

 

22.316

0,5

 

Tabelle 42 : Vergleiche der Wahlergebnisse 1999, 2002 und 2006 *

 

Prozent

Veränderung

Mandate

Veränderung

Partei

2006

2002

1999

2002>06

1999>2002

2006

2002

1999

2002>06

1999>2002

FPÖ

11,04

10,01

26,91

1,03

-16,90

21

18

52

3

-34

ÖVP

33,34

42,30

26,91

-8,96

15,39

66

79

52

-13

27

BZÖ

4,20

 

 

4,20

 

7

 

 

7

 

ÖVP/FPÖ bzw. ÖVP/BZÖ

48,58

52,31

53,82

-3,73

-1,51

94

97

104

-3

-7

SPÖ

35,34

36,51

33,15

-1,17

3,36

68

69

65

-1

4

Grüne

11,05

9,47

7,40

1,58

2,07

21

17

14

4

3

SPÖ/Grüne

46,39

45,98

40,55

0,41

5,43

89

86

79

3

7

Block-Abstand

2,19

6,33

13,27

-4,14

-6,94

5

11

25

-6

-14

Tabelle 43 : Veränderungen zwischen den zwei neuen Blöcken nach den Daten des Innenministeriums *

*) Quelle: Österreichischen Bildungspolitikern.... , Innsbruck 2008, von Monika Himsl. Diplomarbeit: 

Nach dem 24. November 2002 blieb das nach den Wahlen von 1999 entstandene Vierparteiensystem erhalten. Allerdings mit einer grundsätzlichen Neugewichtung: ÖVP und SPÖ waren wieder Großparteien mit jeweils über einem Drittel der Stimmen, denen die FPÖ und die Grünen als Kleinparteien mit jeweils etwa einem Zehntel der Stimmen gegenüber standen, Die beiden Großparteien hatten zusammen wieder 78,81 Prozent der Stimmen und 148 Mandate. Eine „große“ Koalition (ÖVP und SPÖ) hätte eine überwältigende Dreiviertelmehrheit gehabt, während die beiden Kleinparteien im Parlament zusammen nur 19,48 Prozent der Stimmen und 35 Mandate erreichten.

Es kam aber zu einer neuerlichen ÖVP/FPÖ Koalition, deren kleiner Partner im Jahr 2005 zerbrach die aber trotzdem  fast bis zum Ablauf der Legislaturperiode durchhielt. Durch die Wahl vom 1. Oktober 2006 änderte sich diese Konstellation.

Das Wahlergebnis von 2006 war zwar nicht mehr so spektakulär, aber doch in mehrfacher Hinsicht sehr überraschend. Erstens hatte man zwar eine Schwächung der ÖVP erwartet, aber das Ausmaß mit einem Minus von fast neun Prozentpunkten übertraf diese Erwartung erheblich. Zweitens hatten diesmal die SPÖ und die Grünen ihren „Hauptgegner“ hinter sich gelassen: Die SPÖ eroberte trotz eines Minus von 1,17 Prozentpunkten den ersten Platz wieder zurück; und die Grünen hatten es endlich geschafft, der lachende Dritte zu werden. Denn die 2005 zum zweiten mal gespaltene FPÖ konnte insgesamt wieder dazugewinnen, verlor aber durch die Spaltung den Dritten Platz: die „neue“ FPÖ wurde mit nur 532 Stimmen Abstand zu den Grünen vierter, und das BZÖ schaffte den Einzug ins Parlament mit 4,11 Prozent und wurde fünfter. Der „EU-Rebell“ Hans Peter Martin war mit 2,8 Prozent an der Vier-Prozent-Hürde gescheitert. Eine kleine Überraschung gab es auch ganz links: die KPÖ überschritt erstmals seit 1979 wieder – wenn auch nur haarknapp! - die Einprozenthürde und konnte sich dadurch über eine Wahlkampfkostenrückerstattung freuen. Im Gegensatz zu den beiden vorhergegangenen Urnengängen konnte sich wieder das Fünfparteiensystem etablieren.

Die neuen Kräfteverhältnisse ließen allerdings bei der Regierungsbildung keinen Spielraum: es kam wieder zur "Großen Koalition" unter SPÖ-Kanzlerschaft, deren Regierungsmitglieder nach drei Monaten und nach zähen Koalitionsverhandlungen am 11. Jänner 2007  angelobt wurde.

Hier finden sie Links zu den Parlamentshomepages der Nationalräte der 23. Legislaturperiode:


ÖVP  |  SPÖ  |  FPÖ  |  Grüne  |  BZÖ  |  KPÖ  | Lif